Aktion zur UN-Klimakonferenz in Glasgow

Wir fordern zum Beginn der UN-Klimakonferenz Klimaschutzinitiativen für alle Städte und Gemeinden im Landkreis

Am vergangenen Sonntag begann in Glasgow die UN-Klimakonferenz. Bis zum 12. November werden Expertinnen und Politikerinnen über Möglichkeiten diskutieren, der fortschreitenden Erderwärmung entgegenzuwirken. Niklas Zöschinger, Sprecher der Grünen im Landkreis, fordert dazu konkrete Maßnahmen vor Ort: „Klimaschutz findet nicht abstrakt auf Konferenzen statt, auch die Kommunen vor Ort müssen reale Schritte zu tatsächlichem Klimaschutz beschließen und umsetzen!“

Grundlagen unserer Politik sind das Klimaabkommen von Paris sowie der Bericht des
Weltklimarates zum 1,5-Grad-Limit. Dieser verdeutlicht, dass jedes Zehntelgrad zählt, um das Überschreiten von relevanten Kipppunkten im Klimasystem zu verhindern. Es ist daher notwendig, auf den 1,5-Grad-Pfad zu kommen. Dafür ist schnelles und substanzielles Handeln in den nächsten Jahren entscheidend.

Benedikt Rapp, Kreisrat und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, fordert, eine Klimaschutzinitiative in allen Städten und Gemeinden im Landkreis zu starten. „Wir können hier vor Ort enorm viel bewegen“, so Rapp. „Von Solarenergie auf allen öffentlichen Gebäuden über energetische Sanierungen bis zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Das hätte nicht nur einen guten Effekt auf das Klima, sondern wäre auch ein enormer Standortvorteil für Unternehmen hier in Dillingen. Der Startschuss der Klimaschutzinitiative solle das Einsetzen von kommunalen Klimaschutzbeauftragen in jeder Gemeinde und jeder Stadt des Landkreises sein.

Joachim Hien, Kreisrat und Mitglied im Umweltausschuss, verweist auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 29. März 2021, das das deutsche Klimaschutzgesetz als unzureichend bezeichnet. „Die Verpflichtung zu mehr Klimaschutz verpflichtet alle staatlichen Ebenen zum Handeln. Deshalb müssen auch wir in Dillingen endlich entschlossen handeln und Schritte zu echtem Klimaschutz einleiten.“

Im Landkreis haben sich schon die Städte Lauingen und Wertingen mit der Beschäftigung eines kommunalen Klimamanagers / einer Klimamanagerin befasst. In Wertingen soll entsprechend einem Antrag der Grünen-Fraktion ein externer Klimaexperte:in mit vom Bauausschuss vorgegebenen Klimaschutz-Aufgaben betraut werden. Wichtig ist den
Kreisräten:innen, dass es nicht nur um die Erstellung von Konzepten und Papieren geht. Entscheidend sei deren tatsächliche Umsetzung, laufende Kontrolle und fortlaufende Anpassung an neue Gegebenheiten.

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