Hochwasserschutz

Großes Interesse an Infoveranstaltung der GRÜNEN Lauingen zum Hochwasserschutz

Großen Zuspruch fand die Informationsveranstaltung der GRÜNEN Lauingen zum Thema Hochwasserschutz, die am 2. Februar 2026 im Vereinsheim des FC Lauingen stattfand. Über siebzig Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit zum Austausch – ein deutliches Zeichen dafür, wie präsent die Hochwasserereignisse des Jahres 2024 noch immer sind. Besonders betroffen waren damals die Donauvorstadt, das nördliche Donauufer sowie das obere Brunnental. Zahlreiche Keller liefen voll, Gebäude und Vereinsheime wurden beschädigt, sogar ein Seniorenheim musste evakuiert werden.

Bürgermeisterkandidat Philipp Barfuß, der berufliche Erfahrungen im Katastrophenschutz mitbringt, eröffnete die Veranstaltung mit einem Blick auf die Herausforderungen aus Sicht der Betroffenen, der Kommunen und des Staates. Er zeigte großes Verständnis für die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner und stellte moderne Schutzmaßnahmen vor, die bereits heute zur Verfügung stehen.

Anschließend informierte die Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer über den aktuellen Stand des Hochwasserschutzes in Bayern. Sie machte deutlich, dass infolge des Klimawandels künftig vermehrt mit Starkregen- und Hochwasserereignissen zu rechnen sei. Für Lauingen und die untere Donauregion seien jedoch derzeit keine konkreten Maßnahmen des Freistaats zum Schutz vor einem Donauhochwasser geplant. Polderprojekte lägen noch Jahre von einer Umsetzung entfernt, zudem sei das Wasserwirtschaftsamt personell unterbesetzt. Diese Einschätzungen sorgten bei vielen Anwesenden für spürbare Besorgnis.

Einen historischen Blick auf die Entwicklung der Flusslandschaft warf Albert Pröller. Anhand von Karten zeigte er, wie durch Veränderungen und den Ausbau von Verkehrswegen im Donauried natürliche Auslaufflächen verloren gingen und der Riedstrom zunehmend in Richtung Donauvorstadt gelenkt wurde.

Zentrale Erkenntnis des Abends war, dass Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer derzeit in hohem Maße auf Eigenvorsorge angewiesen sind. Genau hier setzte die Veranstaltung an: Vorgestellt wurden konkrete Schutzmaßnahmen wie hochwasserdichte Fenstersysteme der Firma Bässler aus Lauingen sowie bewährte Lösungen der „Hochwasserschutzprofis“ aus Maintal.

Die GRÜNEN Lauingen wollten mit der Veranstaltung nicht nur informieren, sondern Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Ziel ist es, Menschen zu stärken, Risiken zu reduzieren und Lauingen schrittweise widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen zu machen.

Gleichzeitig betonen die Grünen: Eigeninitiative ist wichtig – sie kann und darf jedoch staatliches Handeln nicht ersetzen. Klima- und Hochwasserschutz müssen von Staat, Landkreis und Kommunen konsequent vorangetrieben werden.