Ortsverband Wertingen pflanzt „Stadtparklinde“ zum „Tag des Baumes“

In Wertingen wächst jetzt eine besondere Baumpersönlichkeit heran. Es ist die “Stadtparklinde”, die auf der Grünanlage zum “Tag des Baumes” vom Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen gepflanzt wurde. Die Silberlinde befindet sich in bester Gesellschaft unter anderen schönen Parkbäumen und soll zu einer stattlichen Krone heranwachsen dürfen. Linden gehören zu den ältesten Baumkulturen der Erde – bereits im Alttertiär – vor fast 70 Millionen Jahren – hat die Art Gebiete mit einem gemäßigten Klima “besiedelt”. Sie zählt zu den Baumarten, die sich laut Experten gut unserem derzeitig sich wandelnden Klima anpassen können, da sie sich als ziemlich widerstandsfähig erwiesen hat.

Linden verschönern Höfe, Dorfplätze, Parks, wachsen an Alleen und in großen Gärten und locken mit ihrem unvergleichlichen Blütenduft nicht nur Hummeln und Bienen an, sondern verzaubern auch die Menschen. Ihre herzförmigen Blätter haben Dichter zu den schönsten Zeilen animiert, in vielen Liedern wird die Linde besungen. Auch in der Heilkunde ist sie von Bedeutung – der Tee ihrer Blüten gilt als wirksames Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten. Der Ortsverband der Grünen Wertingen mit seinen Vorsitzenden Hertha Stauch und Peter Hurler hofft, dass die Besucher des Stadtparks einmal von den belebenden Eigenschaften dieses Baumes profitieren können. Noch ist die Linde, die mit tatkräftiger Hilfe des städtischen Bauhofs gepflanzt wurde, ein zartes Bäumchen, das mit Holzpfosten gestützt und von den Betriebshofmitarbeitern/innen gepflegt werden muss. Bei einem Treffen der Grünen rund um den Baum gönnte ihm Hertha Stauch gleich einen kräftigen Schuss Wasser. Auch Altstadtrat Ludwig Klingler, Stauchs Vorgänger im Amt des Umweltreferenten, freute sich zusammen mit seiner Frau Karin über den Neuzugang im Stadtpark. Passend zur neuen Heimat des Baumes wurde gemeinsam ein Name überlegt – “Stadtparklinde” soll der Baum jetzt nach dem Wunsch der Grünen genannt werden.

Der “Tag des Baumes”, der am vergangenen Sonntag begangen wurde, war für die Wertinger Grünen nicht nur ein erfreulicher Anlass, sondern hatte auch einen traurigen Beigeschmack. Denn am vergangenen Freitag entdeckten Bauhofmitarbeiter einen Baumfrevel an der Birnenallee in Hohenreichen. Im Wurzelwerk von vier jungen Birnbäumen hatten Unbekannte Streusalz eingebracht und auf diese Weise versucht, die Pflanzen zu vergiften. Erst vergangene Woche hatte das Künstlerpaar Dlouhy, das an der Allee wohnt, diesen Umstand bemerkt. Die Bauhof-Gärtner versuchen nun, die Bäume mit einer Menge Gießwasser zu “verarzten”. Für den Leiter des Betriebshofes, Johannes Deisenhofer, ist dennoch fraglich, ob die jungen Pflanzen den Anschlag überstehen.

Die Grünen verurteilten diese sinnlose Tat, deren Gründe sich niemand erklären kann. Für die Pflanzung waren eigens alte Birnbaumarten ausgesucht worden, um Lücken in der alten Alle wieder zu schließen. Umweltreferentin Hertha Stauch hat inzwischen eine Strafanzeige wegen des Vorfalls bei der Polizeistation Wertingen eingereicht. Denn eine Beschädigung von Bäumen ist laut dem Bayerischen Naturschutzgesetz verboten. Auch wenn womöglich der oder die Verursacher des Schadens nicht ermittelt werden kann, solle die Anzeige ein Zeichen setzen, waren sich die Grünen einig. Die mutwillige Beschädigung eines Baumes sei strafbar und könne als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Diese Pressemitteilung ist in gekürzter Form erschienen:

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